Wenn Allergene die Atemwege reizen
Bei allergischem Asthma reagiert das Immunsystem auf bestimmte Stoffe aus der Umgebung. Dazu können Pollen, Bestandteile von Hausstaubmilben oder tierische Allergene gehören. In den Bronchien entstehen Entzündungsreaktionen; die Atemwege verengen sich. Husten, pfeifende Atmung, Enge in der Brust und anfallsartige Atemnot sind mögliche Folgen.
Die Beschwerden können nachts oder bei Belastung auftreten. Nicht jedes Atemproblem ist jedoch Asthma. Zur Diagnose gehören das Gespräch über Symptome und mögliche Auslöser, eine körperliche Untersuchung und meist eine Lungenfunktionsprüfung. Allergietests können die Einordnung ergänzen. Grundlagen erläutert das IQWiG in seiner Asthma-Übersicht.
Den Alltag sicher gestalten
Ein abgestimmter Behandlungsplan soll Beschwerden kontrollieren und Anfälle verhindern. Dazu gehören je nach Situation entzündungshemmende Medikamente und Mittel für akute Beschwerden. Die richtige Anwendung von Inhalationsgeräten ist wichtig. Verordnete Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt werden, nur weil es zwischenzeitlich besser geht.
Bekannte Allergieauslöser möglichst zu reduzieren kann helfen, ersetzt aber die Behandlung nicht. Welche Maßnahmen im Alltag sinnvoll sind, hängt vom Auslöser und der individuellen Situation ab. Das IQWiG ordnet ergänzende Maßnahmen ein.
Bei starker Atemnot oder einem schweren Asthmaanfall sofort 112 rufen. Ein vereinbarter persönlicher Notfallplan ist zusätzlich wichtig. Die Notfallinformationen des Bundes nennen die passenden Anlaufstellen.
Diese allgemeine Information ersetzt keine persönliche medizinische Beratung.
