Nicht jeder Kopfschmerz ist gleich
Zu den häufigen Formen gehören Spannungskopfschmerzen und Migräne. Spannungskopfschmerzen fühlen sich oft drückend an und betreffen beide Kopfseiten. Migräne kann stärker beeinträchtigen und mit Übelkeit oder einer besonderen Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen verbunden sein. Kopfschmerzen können außerdem bei anderen Erkrankungen oder nach einer Verletzung auftreten.
Für die Einordnung sind Beginn, Dauer, Stärke und Begleiterscheinungen wichtig. Ein Schmerztagebuch hilft, wiederkehrende Muster festzuhalten: Wann beginnt der Schmerz, was war vorher, welche Mittel wurden eingenommen? Häufig verwendete Schmerzmittel können Kopfschmerzen selbst verstärken. Die IQWiG-Information zu Kopfschmerzen erklärt diese Zusammenhänge.
Wann Hilfe nötig ist
Wiederkehrende, zunehmend starke oder ungewohnte Beschwerden sollten ärztlich besprochen werden. Das gilt auch für anhaltende Schmerzen nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf. Eine Untersuchung klärt, ob eine eigenständige Kopfschmerzerkrankung oder eine andere Ursache vorliegt. Die Behandlung richtet sich danach; eine Schmerztablette ersetzt diese Abklärung nicht.
Bei schlagartig einsetzenden, extrem starken Kopfschmerzen sofort 112 rufen. Besonders dringlich sind zusätzliche Lähmungen, Sprachstörungen oder Bewusstseinsstörungen. Das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg beschreibt diese Warnzeichen. Bei häufigen, bereits abgeklärten Kopfschmerzen können je nach Form auch Bewegung und Entspannungsverfahren Teil des Behandlungsplans sein.
Diese allgemeine Information ersetzt keine persönliche medizinische Beratung.
